Grieskirchen 2026 Big Team
Der Radmarathon
in Grieskirchen ist für unseren Verein RC Pyhrn-Priel jedes Jahr ein absolutes
Highlight. In den letzten zwei Jahren konnten wir uns in der Wertung „Big Team
mixed“ (max. 12 FahrerInnen – mind. 4 Frauen) den Sieg sichern. Um diesen
wollten wir auch im Jahr 2026 wieder mitfahren.
Aber in diesem 24 Stunden Rennen geht es für uns eigentlich nicht ums Gewinnen.
Es geht um Zusammenhalt, Gemeinschaft und Leidenschaft. Es geht darum, dass wir
miteinander Spaß haben und unsere gemeinsame Leidenschaft ausüben – nämlich das
Radfahren. Das ist das, was uns ausmacht.
An dieser
Stelle möchten wir uns sehr herzlich bei unseren Sponsoren bedanken, die uns
das alles überhaupt ermöglichen!
Großer Dank
geht auch an unseren Obmann Erich, der uns auch heuer wieder tatkräftig bei der
Organisation und beim Auf- und Abbau unseres Pavillons unterstützt hat.
Weiterer Dank
gilt allen, die uns besucht haben, und/oder etwas zu Essen beigesteuert haben!
Rennverlauf:
Die Startphase
beim 24 Stunden Rennen in der Team-Wertung ist eine sehr ambivalente
Angelegenheit. Einerseits werden alle Kurven in der Gruppe deutlich mit
Handzeichen angezeigt, sodass es zu keinen Missverständnissen oder Stürzen kommt,
andererseits wird versucht, sich auf den kurzen Anstiegen der rund 21km langen
Strecke gegenseitig etwas wehzutun. Mitte der ersten und zweiten Runde wird
immer taktiert, keiner will vorne im Wind fahren. Zwei Fahrer nutzten das
eiskalt aus und bildeten eine Ausreißergruppe. Hätte unser Startfahrer Thomas
die (Berg-)Lokomotive das vorher gewusst, wäre er da gerne mitausgerissen
und hätte sich sicher nicht im hinteren Drittel des Starterfeldes aufgestellt.
So musste er nämlich auf den ersten 7 Kilometern über eine Minute auf das
Hauptfeld gutmachen, was ordentlich Kraft kostete.
Halb so wild, in der Startphase geht es nur darum, in der Gruppe anzukommen und
den Tracker in einer guten Position zu übergeben.
Dann übernahm
unser Dauerbrenner Walter das Zepter (in Form des Trackers) und hielt
uns auf Top-Position. Er gab uns allen stets wichtige Tipps, hier ein paar
Beispiele:
„bergauf musst
du Treten, bis du Sternderl siehst“ (selbsterklärend)
„da musst du
die Ohren anlegen“ (sich klein und aerodynamisch machen)
Auch die
Anbringung der Startnummern konnte er in aerodynamischer Perfektion.
Später übernahm
unser Last-Minute-Joker Tobias. Er war kurzfristig für den
verletzungsbedingt ausgefallenen Thorsten eingesprungen, an dieser Stelle
wünschen wir rasche Genesung! Tobias lieferte richtig ab und fuhr über die 24
Stunden aufgeteilt fünf konstant sehr schnelle Runden, ebenso wie unsere neue
bergab-Rakete Organspender Phillip. Er übergab an seine Partnerin Nicole,
die Königin des Schindens, die Dauerbrenner Walters ersten Tipp fast schon
etwas zu ernst zu nehmen schien. Danach folgte das Rennrad-Radrenn-Debütanten-Ehepaar
Romana und Bernhard, die beide ihre Runden ebenfalls souverän absolvierten
und dabei alles aus sich herausholten.
Schon am
Nachmittag war recht klar, dass wir heuer nicht um den Sieg mitmischen würden.
Die Mannschaft vom RC Grieskirchen war unter allen anderen gemischten Big Teams
die stärkste Mischung und war am späten Nachmittag bereits eine ganze Runde
voraus. Allerdings lieferten wir uns einen buchstäblich heiß umkämpften
Dreikampf um den zweiten Platz. Jeder und jede kam völlig verschwitzt und
ausgelaugt von seiner/ihrer Runde zurück zum Pavillon.
Ebenso wie
letztes Jahr bewährte sich unser weiblicher Joker Wunderkind Christa,
die mit wenigen Radkilometern in den Beinen trotzdem wahnsinnig starke Runden
ablieferte. Ebenso wundersam ist die unfassbare Leistung von unserer Wunderpumpe
Steffi, die mit einer Herzfrequenz, mit der alle anderen schon auf der
Intensivstation liegen würden noch lächelnd auf dem Rad sitzt und drei richtig
schnelle Zeiten in den Asphalt knallte.
Mit Einbruch
der Dunkelheit lagen wir auf Platz 4, allerdings nur wenige Minuten hinter
Platz 2. Es war wirklich ein sehr enges Rennen! Die Nachtschicht war bei uns
dieses Jahr reine Männersache. Zum Erstaunen aller eilte uns der unermüdliche
Klaus bereits ab Mitternacht zu Hilfe, der zuvor in der krassen Hitze das
6-Stunden-Rennen durchgebissen hatte. An seinen Rundenzeiten konnte man keine
Ermüdung feststellen, ein Wahnsinn!
Ab den frühen
Morgenstunden hatten wir uns auf den zweiten Platz vorgearbeitet. Als dann noch
die Siegerin des 6-Stunden-Damenrennens Tina, die Dame mit der schönsten
Bräunungskante von ganz Grieskirchen 2 galaktische Runden beisteuerte war
klar, dass uns nur noch reines Pech vom Podium Verdrängen konnte. Das hatten
wir nicht und somit war das Ergebnis zweiter Platz perfekt!
Ich möchte uns
allen zu unserer Leistung gratulieren und mich bei allen MitfahrerInnen für
dieses lässige Wochenende recht herzlich bedanken!
Thomas