Giro-Feeling in Oberösterreich
Wie jedes Jahr ist für mich die Teilnahme am 24 h Rennen in
Grieskirchen im Big Team das Highlight meines Radjahres. Die Stimmung in
Grieskirchen ein Ort außer Rand und Band wo nur das Radeln zählt ist genau nach
meinem Geschmack. Party am Ortsplatz bis tief in die Nacht begeistert
nicht nur Radsportfans. Ja die Stimmung erinnert schon sehr an eine Giro Etappe
in Italien wo vom Baby bis zu den Urgroßeltern alles auf den Beinen ist um die
Radlerinnen anzufeuern.
Doch ein Monat vor dem Rennen hatte ich den tollen Einfall
die 24 h alleine zu bewältigen.
Meine Vereinskollegen würde ich sicherlich auf der Strecke
sehen. So stand ich mit Gerhard beim Start der 24h Solo Fahrer. Das Wetter wie
immer sonnig und warm, genau wie ich es liebe. Meine Verpflegung wurde anfangs
von Manu übernommen, die Unterstützung von Doris und Toni hatte. Herzlichen
Dank dafür!!!!
In der ersten Runde erwischten Gerhard und ich eine gute
Gruppe, die allerdings ein wenig zu schnell für meinen Puls war. Daher
beschloss ich im Notfall abreißen zu lassen, wenn der Puls nicht sinkt in der
zweiten. Dies war dann der Fall, eine weitere Runde war absolviert. Der
Flaschenaustausch funktionierte perfekt und das ohne Übung. Die Strecke war
voll mit Fans und Angehörigen, die für jeden applaudierten. Hotspots mit
Gruppen, die mittels Megaphon ihr bestes gaben motivierten noch mehr. Die
Verpflegung in der Schönau, war der Wahnsinn, die Freiwilligen organisierten
Kuchen für mich, bewunderten mein Fahrrad mit „ Schau Hanna da kommt das Pinke
Rad, dass dir so gefällt. „ Oder schau so ein schönes Rad, das hätt ich auch
gern.. hörte ich ein paar mal.. die Lady am Pinken Rad… auch ein
Dauerbrenner.
Ein besonderer Dank gilt Michi aus Pollham, der mit seine
Eiswürfel zur Abkühlung leihte. So ging Runde für Runde vorbei, mal schneller
mal langsamer. Meinen Tiefpunkt hatte ich wohl so um 3 Uhr morgens. Kurz vor
der Verpflegung wo Heli auf mich wartete, überholte mich Thomas mit den
aufmunternden Worten. Vom Streckenrand meckerte ein alter Mann, ich solle
gefälligst schneller fahren, wenn ich schon so nett angefeuert werde. Da hab
ich mir nur gedacht……..
Nach einer Stunde Schlaf sah die Welt wieder besser aus. Ich
startete in die letzen Runden, wobei ein Zwischenstopp beim Mechaniker noch
nötig war um die Schaltung zu laden, nix mit hält 1000 km.
Die letzten zwei Runden waren schwierig, da eine Falte
meiner Radhose so gescheuert hat, dass die Haut verbrannte und jeder Tritt
schmerzte. Nach 24 Runden hab ich mein Ziel erreicht! Und bin somit
zufrieden.
Fazit: ein herzliches Dankeschön an alle die mich angefeuert
haben ob in Präsenz oder per WhatsApp… Danke danke danke…. Das hat soviel Kraft
gegeben !!!
Herzliches Dank an Heli der bei jedem Blödsinn dabei ist,
der mir einfällt!!
Danke an alle Vereinskollegen die bei jeder Runde die sie an
mir vorbeifuhren aus vollem Halse anfeuerten, egal wie die Streckenführung
war!!
Und ja das nächste Mal, falls es das gibt fahr ich nach 22
Stunden irgendwas, also gleich nach dem gesetzten Ziel ins Ziel und warte nicht
mehr als eine Stunde, damit ich um Punkt 12 Uhr durchfahren kann. Ja ich lern
halt nie aus!!