2015-08-15 - RC Dana Pyhrn Priel

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Race Around Austria
RSC Barista Schärding mit Walter Sageder erreicht den 3. Platz

15.08.2015
In 2 Tagen 17 Stunden und 19 Minuten (Schnitt:  32,9 km/h), sage und schreibe 25 Minuten schneller als die Siegermannschaft mit  dem Streckenrekord von 2014, umrundete das Team um Walter Sageder Österreich.
FOTOS
http://www.rc-wiesinger.com/de/15764?entry=21652
Bereits zum vierten mal stand das Team RSC Barista  Schärding beim Race around Austria in der Kategorie 4er- Team am Start.
Ein kurzer Rückblick:
2012
DNF - Leider mussten wir das Rennen schon nach 100km  beenden, da sich Robert bei einem Sturz in St. Florian am Inn schwere  Verletzungen zugezogen hat.
Fahrer: Robert Boxrucker, Christoph Mitterbauer, Christian  Fraungruber, Willi Hoffmann
2013
Platz 2, Fahrzeit 69 Std. 44 Min.
Fahrer: Robert Boxrucker, Walter Sageder, Christian  Fraungruber, Willi Hoffmann
Wetter: TOP :-)
2014
Platz 3 (4 Min. vor Redbull), Fahrzeit 67 Std. 2 Min.
Fahrer: Florian Strassl, Walter Sageder, Lukas Altenhofer,  Willi Hoffmann
Wetter: kalt, fast 3 Tage Dauerregen und Schneefall am  Glockner :-(
2015
Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Lukas mussten wir  uns für das kommende Rennen kurzfristig einen Ersatzfahrer suchen.  Erfreulicherweise konnten wir mit Norbert Riedl vom RSC Wolfsegg einen starken  Bergfahrer engagieren.
Unser 4er- Team mit Florian Strassl (RC Grieskirchen),  Walter Sageder (RC Dana Phyrn Priel), Norbert Riedl (RSC Wolfsegg) und Willi  Hoffmann (RC Wiesinger Held & Francke) ging mit 12 Betreuern und 4  Begleitfahrzeugen ins Rennen.
Vorbereitung
Aufgrund der Erfolge in den letzten Jahren, hatten wir uns  die Latte natürlich wieder etwas höher gelegt, sodass wir eine Fahrzeit von  unter 66 Stunden anpeilten. Was diese Zeit am Ende Wert sein würde und ob sich  ein Podestplatz damit ausgeht, würde sich zeigen. Die Starterliste zeigte  jedenfalls, dass die Konkurrenz bei den 4er-Teams noch nie so stark besetzt war,  wie heuer.
Einen Tag vor dem Start trafen wir uns in St. Georgen und  bereiteten die Fahrzeuge und Räder zur technischen Abnahme vor. Wir hatten  erstmals ein großes Wohnmobil (von Fritz organisiert) dabei. Als PaceCar 1 stand  der Mercedes von unserem Hauptsponsor Barista zur Verfügung, als PaceCar 2  diente ein Pritschenwagen mit Haltegestell für 8 Räder (wurde x-mal von den  anderen Teams fotografiert und wird wahrscheinlich nächstes Jahr schon Standard  sein). Das vierte Auto war als MedienCar unterwegs und für’s  Filmen/Fotografieren, Streckenerkundung, Einkaufen, etc. vorgesehen.
Das Rennen
Am Mittwoch trafen wir uns um 10 Uhr in St. Georgen. Es  wurden die Fahrzeuge fertiggemacht, das Gepäck verstaut und eine ordentliche  Teambesprechung gemacht. Am Nachmittag versuchte jeder noch etwas zu entspannen,  was aber nicht wirklich gelang. Die letzten Minuten vor dem Start waren wie  immer Gänsehaut pur und der Puls stieg langsam. Flo und Walter fuhren mit dem  Wohnmobil bis nach Wesenufer vor, wo unsere Ankunft um ca. 20.40 Uhr geplant  war. Um 16:32 starteten Norbert und Willi als Vorletztes von 17 Vierer-Teams in  die ca. 156 km lange Etappe durchs Innviertel. Durch die 2 Min. Startabstände  waren die Teams von Beginn an in Sichtkontakt und es ging bei einer Affenhitze  gleich ordentlich zur Sache. Es zeigte sich jedoch ziemlich schnell, dass wir  das Tempo der beiden Favoritenteams „Ernstl’s Sport“ und „Melasan“ nicht  mithalten konnten.
Nach nicht einmal 100 km nahmen die Probleme ihren Lauf.  Norbert hatte ziemliche Magenprobleme und musste sich auf dem Rad mehrmals  übergeben. Dann der nächste Rückschlag, als sich bei Willi ein Wadenkrampf  ankündigte. Das Tempo wurde merkbar langsamer und von hinten kamen zwei Teams  heran. Im Anstieg hinauf nach Esternberg musste Willi mit einem heftigen Krampf  vom Rad steigen. Per Funk wurde das PaceCar 2 zurück geordert und Norbert  übernahm für Willi. Die letzten km vor Wesenufer fuhr Flo dem ziemlich  angeschlagenen Duo entgegen und löste ab. Fast eine halbe Stunde später als  geplant, erreichten wir ziemlich demotiviert und niedergeschlagen die  Wechselstelle in Wesenufer. Dort empfing uns ein riesiger Fanklub (Freunde,  Verwandte, Vereinskollegen, ..), was für uns eine erfreuliche Ablenkung von  unserer ziemlich misslungenen ersten Etappe war. Danke an Nadine, die für die  ganze Mannschaft Spagetti mitgebracht hat.
Um 21:03 Uhr starteten Flo und Walter auf Platz 7 die  Aufholjagd durch das hügelige Mühlviertel. Mehr als 1000 Fans an der Strecke  sorgten für echtes „Tour de France“ Feeling. Unsere Fahrer fanden schnell einen  guten Rhythmus. Bis zum nächsten großen Wechsel bei km 277 (00:48 Uhr in Sandl)  konnten Flo und Walter zwei Plätze gutmachen. Wir lagen knapp 3 Minuten hinter  dem Team „Pichler Glas“ auf Platz 5.
Nach dem herben Rückschlag auf der ersten Etappe gingen  Norbert und Willi mit etwas mulmigem Gefühl wieder auf die 136 km lange  Teilstrecke durch das Waldviertel. Bei der Pause im Wohnmobil wurde mit Massage  und viel Essen und Trinken bestmöglich regeneriert. Zum Glück waren jetzt beide  Radler wieder fit und die Aufholjagd konnte weiter gehen. Bis zum nächsten  Wechsel (04:30 Uhr in Riegersburg) konnten Willi und Norbert das Team Pichler  Glas einholen und einen Vorsprung von 10 Min. rausfahren. Das drittplatzierte  Team Alpha – Tischlerei Grömmer lag knapp 5 Min. vor uns auf Platz 3.
In Riegersburg gingen Flo und Walter wieder ins Rennen.  Nach 140 km erreichten die beiden um 8:00 Uhr früh Dürnkrut. Bei Gesamtkilometer  550 lagen wir das erste mal mit 5 Min. Vorsprung vor Team Alpha auf dem dritten  Platz. Nun stellte sich aber das nächste Problem ein. Das PaceCar 1 ließ sich  nicht mehr schalten.
Für Norbert und Willi standen nun 150 km durch das  Burgenland am Programm. Da das PaceCar 1 auf dem Weg in die Werkstatt war,  wurden die beiden Radler nur vom 2er PaceCar mit nur einem Betreuer begleitet.  Das Navigieren wurde abwechselnd von Norbert und Willi übernommen, was im Stress  (Radfahren, Rad auf/abladen, Puls runter holen, Essen, Trinken, Navigieren – und  wenn geht fast alles gleichzeitig) doch zu einigen Problemen und Umwegen führte.  Das Thermometer zeigte am Vormittag bereits 33 Grad an. Gegen Mittag erreichten  wir mit 5 Minuten Vorsprung auf Team Alpha die Wechselstelle am Sieggraben. Auf  das zweitplatzierte Team Melasan hatten wir schon knapp 1 Stunde Rücktand,  sodass wir uns eher auf das Team Alpha hinter uns konzentrierten.
Für einen Teil der Mannschaft ging es nun voraus nach  Halbenrain. Dort wurde endlich geduscht und jede Menge Spagetti gegessen. Für  Walter und Flo wurde es auf der 170 km Etappe bis Halbenrain richtig heiß. Das  Termometer zeigte bis zu 38 Grad. Aber um 17:30 Uhr war auch das geschafft und  der Vorsprung auf die Verfolger wurde auf 16 Minuten ausgebaut.
Auf der ersten richtigen Bergetappe des Rennens (154 km mit  Südsteir. Weinstrasse, Sobot, Abtei) versuchten Norbert und Willi den Vorsprung  gegen die starken Bergfahrer vom Team Alpha zu halten. Nachdem das Team Alpha 22  Minuten früher gestartet war, hatten die Teams nun direkten Kontakt und beide  schenkten sich nichts. In den Anstiegen wechselten beide Teams ihre Fahrer alle  paar Minuten aus. Es wurde wirklich um jede Sekunde gekämpft. Bei der  Wechselstelle (22:30 Uhr,  km 1025) betrug unser Vorsprung 14 Min.
In der Nacht begaben sich Flo und Walter auf die Strecke  nach Kötschach- Mauten. Auf der eher flacheren Etappe konnte der Vorsprung zum  Verfolgerteam auf knapp 26 Minuten ausgebaut werden. Trotz der um 22 Min.  früheren Startzeit, lag das Team Alpha nicht nur laut Zeitnehmung, sondern auch  auf der Strecke um knapp 4 Min. hinter uns.
Auf Norbert und Willi warteten jetzt das Lesachtal und der  Iselsberg. Bis zum höchsten Punkt des Lesachtals in Obertiliach war von den  Verfolgern nichts zu sehen. Aber kurz vor der Abfahrt konnte das Team Alpha den  Sichtkontakt wieder herstellen. In Lienz schlossen die Verfolger auf unsere  beiden Fahrer auf. Willi ging Rad an Rad mit dem Team Alpha in den Anstieg zum  Iselsberg (600 hm). Jetzt gab Jeder Vollgas und die Führung wechselte mehrmals  ein paar Autolängen hin und her. Willi und Norbert wechselten jetzt alle paar  hundert Meter und konnten bis zum höchsten Punkt gut 100m Vorsprung rausholen.  In der Abfahrt nach Winklern und auf den 20 km bis Döllach (kurz vor  Heiligenblut) konnten unsere Jungs sogar wieder einen 3 Min. Vorsprung  herausfahren, sodass wir in der Zeitnehmung 25 Min. vorne lagen.
Um 6:00 Uhr früh übernahmen wieder Flo und Walter und das  Duell am Großglockner war eröffnet. Mit 53 Min. von Heiligenblut bis zum Hochtor  fuhren unsere Jungs die schnellste Zeit aller Teams !!!
Unsere Verfolger ließen aber noch immer nicht locker –  wechselten sich zu Dritt ab – und legten mit 54 Min. auch eine Hammer Zeit hin.  Bei der Glocknerabfahrt konnten Walter und Flo aber noch mal eins drauflegen und  den Vorsprung auf 28 Min. ausbauen.
Um 9:15 Uhr bei km 1377 lagen wir auf der Strecke 6 Min.  und in der Zeitnehmung 28 Min. vor dem Team Alpha. Jetzt ging es für Norbert und  Willi über den Gerlospass ins Zillertal Richtung Innsbruck. Bei dieser Etappe  ging wieder einiges schief. Mit dem Zeitfahrrad die kurvenreiche Abfahrt nach  Ried im Zillertal runter fahren, war keine gute Idee. Auf der Inntal  Bundesstraße steckten dann alle unsere Autos im Stau, also fuhr Willi eine 31 km  lange Etappe (mit fast leerer Trinkflasche). Erst kurz vor Innsbruck konnte die  Mannschaft wieder aufschließen. In Innsbruck dann der nächste Fehler. Das  PaceCar 2 erwischte die falsche Route und Willi musste die nächsten 20 km hinauf  über den Berg Isel nach Mutters alleine nehmen.  Trotz der Probleme  verringerte sich der Vorsprung zu unseren Verfolgern aber nur um 2 Min.
Den nächsten Mannschaftswechsel machten wir am Fuße des  berüchtigten Kühtai. Walter und Flo starteten um 12:45 Uhr in die 85 km lange  Etappe. Wegen einer Baustelle musste der Radfahrer kurzfristig ins Auto verladen  werden. Um 15:30 erfolgte der nächste Mannschaftswechsel kurz nach Landeck. Mit  35 Min. Vorsprung auf unsere Verfolger konnten wir nun erstmals wieder etwas  entspannter fahren.
Über dem Paznauntal machte sich eine dunkle Regenfront  breit und es dauerte nicht lange, bis es aus Kübeln schüttete. In Ischgl und  Galtür bremsten uns dann einige rote Baustellenampeln. Eine Baustelle hatte es  uns besonders angetan. Die Ampel wurde gerade von einem Arbeiter aufgestellt,  Norbert fragte, ob noch durch darf -  keine Chance. Nach 5 Min. fragte  Norbert, ob der den Gehsteig zu Fuß benutzen darf. Nach Erlaubnis schulterte er  sein Rad und lief auf dem Gehsteig die 200m lange Baustelle entlang. Solche  Minuten kommen einem wie Stunden vor. In kurzen Wechselabständen meisterten  Willi und Norbert die Silvretta Hochalpenstraße und Willi stürzte sich in die  Abfahrt mit 30 zum Teil nassen Kehren. Um 18:30 Uhr wechselten wir in Bludenz  (gesamt km 1660, 34 Min. Vorsprung).
Von nun an ging es wieder Richtung heimwärts. Auf Walter  und Flo warteten 118 km über das Faschinajoch und den Hochtannberg. Der Großteil  der Etappe wurde im strömenden Regen gefahren. Beim nächsten großen Wechsel in  Reutte schüttete es, dass man den Asphalt nicht mehr sah.
In der letzten Nacht ging es dann für Norbert und Willi 150  km bei strömendem Regen nach Strass in Tirol. Um 1:00 Uhr nachts war auf dem  Fernpass ziemlich viel Verkehr. Mittlerweile hatten wir 1900 km zurückgelegt.
Auch auf der nächsten Etappe von Walter und Flo bis  Saalfelden regnete es fast durchgehend. Um 6 Uhr erreichten die beiden die  Wechselstelle und von dort an, waren alle vier Radler bis ins Ziel im Einsatz.  Der Filzensattel und der Dientnersattel wurden in kurzen Etappen gefahren.  
Am Samstag um 9:51 Uhr erreichten wir das Ziel in St.  Georgen auf 3. Platz. Die letzten km sind immer wieder ein überwältigendes  Gefühl. Mit einer Fahrzeit von 65 Std. 19 Min. und 32,9 Schnitt konnten wir  unsere eigene persönliche Bestzeit aus 2014 um 1 Std. 43 Min. und sogar  bestehenden den Streckenrekord um 24 Min. unterbieten. In Anbetracht der  Starterliste war für uns der 3. Platz ein absolut sensationelles Ergebnis. Die  Siegerehrungen gleich nach dem Zieleinlauf und vor allem am Abend mit hunderten  Zuschauern waren echt wieder ein tolles Erlebnis. Da lohnt es sich, so hart um  einen Podestplatz zu kämpfen.
Unterm Strich war es wieder ein extremes Abenteuer mit  einigen Problemen und Pannen. Das Wetter hatte von Gluthitze bis strömenden  Regen alles dabei. Das Duell mit dem Team Alpha auf über 1000 km hat das ganze  Team ziemlich gefordert und jeder hat mitgefiebert.
Wir waren ein top aufgestelltes Team, bei dem Jeder (Fahrer  und BetreuerIn) seinen Beitrag zum Erfolg geleistet hat. Die Wohnmobil-Crew tat  alles Mögliche, damit die Mannschaft bestmöglich regenerieren konnte und die  Stimmung im Wohnmobil war immer super. Auch die Betreuer in den PaceCars und im  MedienCar leisteten perfekte Arbeit.
Danke an unsere allerbesten Betreuer – Ingrid, Anita,  Sonja, 2x Fritz, Franz, Heli, Hubert, Dunzi, Karl, Meinsch und Thomas.
Danke auch an unsere Sponsoren, ohne die eine Teilnahme  beim Race around Austria nicht möglich wäre:
BARista - Lachinger's Cafe & Bar (Schärding)
WINWIN - Cafe - Bar - Spiel (Schärding)
Stiegl Brauerei (Salzburg)
TIPS (Schärding)
Volksbank (Schärding)
Autohaus Toferer (Eferding)
Modehaus Stöcker (Eferding)
Woodspeed Chiptuning (Eferding)
Matousek & Matousek (Eferding)
Volksbank (Eferding)
Bäckerei Raab (Eferding)
Mühlbauer Bilanzbuchhaltung (Haibach)
NICOMP EDV- Organisation und Consulting (St. Agatha)
Tischlerei Vorhauer (Scharten)
ETA Heiztechnik (Hofkirchen/Tr.)
Haslehner Wohnbau GmbH (Peuerbach)
Starlim & Sterner (Marchtrenk)
Mairhuber Trockenbau (Meggenhofen)
Gewerbeklettern Schmid (Gallspach)
Fotos findest du in der Fotogalerie.
Weitere Infos unter:
Veranstalter:  www.racearoundaustria.at
RSC Blogspot: www.barista2015.blogspot.co.at
Ergebnisse:  http://gps.seltec-sports.com/ranking/
 
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